Die ESP32-Cam:

In diesem Tutorial möchte ich mich mit der ESP32-Cam beschäftigen.
Diese kleine Kamera ist bereits für wenig Geld zu bekommen und verfügt über die Möglichkeit sich mittels WLAN oder Bluetooth mit ihr zu verbinden.
Außerdem besitzt sie einen Kartenslot um eine Micro-SD Karte aufzunehmen.
Selbst ein kleines Blitzlicht ist vorhanden.
Wer möchte, kann nach um Löten einer Brücke eine externe Antenne anschließen.
Das Modul ist mit den 2MP Kameras OV2640 oder OV7670 möglich und trägt die Bezeichnung AI Thinker.

So lassen sich etliche Anwendungen mit ihr realisieren.
Sie kann als WLAN-Cam mit Webserver betrieben werden und einen Livestream liefern.
Oder als Überwachungskamera die bei Bewegung Bilder auf der SD Karte speichert. Hier benötigt man allerdings einen externen Bewegungsmelder, der aber schon für 2,- Euro zu haben ist.
Selbst eine Gesichtserkennung soll man realisieren können.

Der ESP32 Chip:

In der Kamera ist, wie der Name schon sagt, der ESP32 Chip von Espressif verbaut. Dieser ist der Nachfolger des ESP8266, ebenfalls von Espressif.
Er verfügt wie der ESP8266 über ein integriertes WLAN, allerdings mit bis zu 150 Mbit/s Datenrate.
Außerdem kann er mit Bluetooth zum Einsatz kommen.
Darüber hinaus handelt es sich bei ihm um einen Dual-Core Prozessor mit 240 MHz.
Auch der Speicherplatz hat sich vergrößert von 160 KB auf 512 KB SRAM.
Natürlich wurde auch an den Schnittstellen und Steuermöglichkeiten nachgebessert.
Wie man sieht ein ganz schöner Leistungszuwachs bei nur geringer Preissteigerung.

Welchen ESP ich verwenden möchte hängt natürlich von der Anwendung ab. Oftmals ist man mit dem ESP 8266 besser bedient. Bei kleineren Projekten oder einfachen Schaltern ist er die bessere Wahl. Zum einen ist er kostengünstiger, zum anderen stromsparender.
Für ein Kameraprojekt ist der ESP32 aber in jedem Fall die bessere Wahl. Daher ist er auch in das von mir beschriebene Kameramodul verbaut.

In den Nächsten Kapiteln will ich das Modul näher beschreiben und einige Möglichkeiten in meiner Home-Automatic aufzeigen. Dabei lässt sich die Kamera über die Arduino IDE oder mittels Tasmota programmieren.